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Die Shmarfies: Midlands  
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Mona und Florian sind große England Fans, soviel dürfte ja mittlerweile bekannt sein. Bei der Auswahl der Urlaubsziele möchten die beiden Shmarfies aber natürlich auch gerne ein Wörtchen mitreden, und so standen sie Mona beratend bei, haben Vorschläge gemacht und nicht ganz uneigennützig die Reiseplanung beeinflusst, wie Ihr im Folgenden noch sehen werdet: Die beiden Schafe haben Mona und Florian mit ins grüne Herz von England, den Peak District, genommen. Oder eher umgekehrt...
Derby Chatsworth House
Zuerst ging es mit dem Flieger von Köln-Bonn zum Flughafen East Midlands (in der Nähe von Nottingham). Die Shmarfies und Mona haben sich dort dann erstmal gemütlich auf dem Beifahrersitz des Mietwagens eingemummelt, während Florian uns am Steuer auf der rechten Seite des Wagens höchst konzentriert auf der linken Straßenseite zu unserem ersten Hotel in Derby gefahren hat. Derby ist eine schöne kleine Stadt mit Universität und einigen Museen. Es liegt am Fluss Derwent, der die erste wasserbetriebene Seidenspinnerei angetrieben hat, und gehört zum historischen Erbe der industriellen Revolution. Aber das ist nur Nebensache, viel wichtiger: Es liegt (Überraschung) in Derbyshire, und dort gibt es viiiiieeeeel saftiges grünes Gras (für die Shmarfies), Derbyshire spielt eine große Rolle in bedeutender englischer Literatur des 19. Jahrhunderts (für Mona) und es sind ausreichend Pubs vorhanden (für Florian). Von dort aus haben wir einen Tagesausflug nach Chatsworth House gemacht, einem wunderschönen englischen Landhaus, eigentlich fast ein Palast, inmitten grünster Wiesen. Hmmm... eigentlich perfekt geeignet als "Sheep Cafe Headquarters", wenn wir es uns genau überlegen... Für die Pflege der Wiesen gibt es eine große Menge extra Angestellte, wie wir schon vermuten konnten.
Verkehrsschild Achtung Schafe Mr. Darcy
Dieses Schild fand gleich großen Beifall bei unseren felligen Mitreisenden und wir ahnten bereits, was da auf den grünen Wiesen auf uns wartete.

Chatsworth soll wohl als Vorlage für das fiktive Pemberley in Jane Austens "Pride and Prejudice" gedient haben und diente auch bei Verfilmungen als Kulisse. Dreimal dürft ihr also raten, wer schmachtend durch die Räume (Mona) und durch den Garten (Mona und die Shmarfies) gewandelt ist. Hier seht ihr die Büste von Mr. Darcy, wie sie in der aktuellsten Verfilmung verwendet wurde (Mr. Darcy!!! DER Mr. Darcy!!!!!). Chatsworth House selbst ist sehr prächtig und beeindruckt mit einer großen Zahl von schönen Räumen, einer atemberaubenden Bibliothek und noch viel mehr.
Garten bei Chatsworth House und ordentlich giessen.
Auch der umgebende Garten ist toll. Die Shmarfies wollten soooooo gerne "nur mal ganz kurz" aus dem Rucksack, aber das konnten wir hier nicht zulassen. Die Fraßschäden an den Blumen und dem uralten, gepflegten Rasen hätten uns ruiniert. Das Gemaule, Geblöke und Getrampel im Rucksack hat uns daraufhin einige seltsame Blicke der anderen Besucher eingebracht. Hier sind sie, die beauftragten und zugelassenen Gärtner der Weiden von Chatsworth House. Hunderte flauschige Schafe, die extrem genau und fleissig den grünen Rasen bearbeiteten. Von den Autos auf der Straße haben sie sich nicht beeindrucken lassen, im Gegenteil, es wurde auch schon mal in die Fenster geguckt, ob es da nicht auch was zu beissen gäbe. Das Schaf auf dem Bild läuft ganz ordnungsgemäß auf der linken Strassenseite - wir sind ja in England.
Warnschild Achtung Lämmer Park in Buxton
Und weil kleine Schafe das mit den Autos noch nicht so drauf haben, gab es auch ein Warnschild, dass man hier mit verwirrten Lämmern zu rechnen hat. Der kleine schwarze Shmarfy fand das sehr ordentlich und zuvorkommend und ließ sich gleich vor dem Schild ablichten - wenn man schon nicht selbst mal grasen darf. Von Derby aus sind wir dann nach Buxton weitergereist. Unser Hotel lag direkt am Rand eines wunderschönen grünen Parks mit Seen und saftigen Wiesen - das Unheil kündigt sich sozusagen schon an, hihi. Buxton ist eine etwas verschlafene Kurstadt und hat ein schönes Opernhaus und eine Quelle, an der man als heilsam bezeichnetes Wasser trinken kann, ausserdem wird jedes Jahr ein Musikfestival namens "Gilbert und Sullivan"-Festival abgehalten. Das hat unsere felligen Freunde aber natürlich weniger interessiert.
Taschenaussicht Abreisebereit zum Tagesausflug
Viel lieber hätten sie mal am Kur-Rasen genagt. Soll ja heilsam sein, und überhaupt, man habe schließlich Urlaub. Aber auch hier durften die Wollbündel leider nur gucken und nicht grasen. Wir wollten den Ärger mit der Parkaufsicht lieber nicht riskieren und so blieb es mal wieder nur bei intensiven, fast verzehrenden Blicken über den Taschenrand. Aber die Shmarfies und auch der Dritte im Bunde, Schweini, waren trotzdem immer ganz lieb und brav. Hier sitzen sie nach dem Frühstück im Bett und warten darauf, in die Reisetasche einsteigen zu dürfen, denn gleich sollte es auf den nächsten Tagesausflug gehen. Sie gucken, als ob sie kein Wässerchen trüben könnten. Insgeheim freuen sie sich aber schon diebisch auf den englischen Rasen in Chesterfield.
Schiefer Kirchturm in Chesterfield Schwarzkopfschafe
Chesterfield ist eine kleine Stadt mit vielen sehr alten Häusern im Stadtzentrum. Das eigentümlichste ist aber die Kirche mit dem leicht schiefen Turm. Die Shmarfies haben sofort abgestritten, etwas damit zu tun zu haben. Wie auch, erstens ist der Turm schon lange so krumm und zweitens, wie sollen die kleinen Schafe mit ihren kurzen Beinen dort oben hinkommen? Auf dem Rückweg zum Flughafen haben wir noch einmal Halt in einem schönen Park gemacht. Dort standen jede Menge putzige Schafe mit schwarzen Gesichtern herum und beäugten uns neugierig.
hungriger Shmarfy satter Shmarfy
Shmarfys Magen knurrte schon bedrohlich und weil da ja so viele Schafe schon am Grasen waren, haben wir ihn denn - ENDLICH - aus der Tasche gelassen und ihn ins satte Grün gesetzt. Auf diesem Bild fängt er gerade an zu grasen... ... und auf diesem Bild, wenige Sekunden nach dem ersten Bild aufgenommen, seht ihr ein wohlgenährtes, glückliches Schaf. Gras ist im Umkreis von mindesten 10 Plüschschafschritten keins mehr übrig. Die anderen haben sich natürlich auch satt gegessen, so dass die weitere Rückreise ohne Vorfälle ablief und der Urlaub auch für die Fellviecher mal wieder ein gutes Ende genommen hat.
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